Machbarkeitsstudie «Tiefe Geothermie», Andermatt Tourismus Resort

Tiefe Geothermie, Andermatt

Projekt: Machbarkeitsstudie für die Nutzung von hydrothermaler Tiefen-Geothermie
Zeitraum: 2007
Auftraggeber: Andermatt Swiss Alps AG, 6460 Altdorf
Kontakt: Walter Labhart, Dr. sc. nat. ETH Geolog



Im Hinblick auf die Wärmeversorgung des Andermatt Tourismus Resort wurde die Machbarkeit einer Nutzung von hydrothermaler Geothermie geprüft. Als potentiell nutzbare Gesteinsschichten sind die beim Bau des Gotthard-Basistunnels angefahrenen, wasserführenden Störzonen im Bereich Guspis­bach südlich von Andermatt identifiziert worden.

Gestützt auf die beim Tunnelbau dokumentierten geologischen, hydrogeologischen und geothermalen Verhältnisse ist zu vermuten, dass die geklüfteten Störzonen mit einer erhöhten Wasserwegsamkeit bis in eine Tiefe von rund 2000 m Tiefe reichen und mit einer Bohrung erschlossen werden könnten.

Unsere Studie ergab, dass – unter Berücksichtigung sämtlicher Risiken (z.B. Fündigkeit, Bohrung, Reinjektion) – die Chancen einer erfolgreichen Erschliessung von tiefer Geothermie rund 10–15% betragen. In Anbetracht der hohen Kosten für die Exploration und einer fehlenden Risikogarantie des Bundes wurde das Projekt nicht weiter verfolgt.